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Thüringer Bratwurst

Thüringer Bratwurst

Gleichrangig mit den Thüringer Klößen sind die Thüringer Bratwürste und das Thüringer Rostbrätl. Diese beiden Spitzenreiter der Thüringer Küchenspezialisten sind von den Garten- und Volksfesten in Thüringen nicht wegzudenken und haben längst ihren Siegeszug auch in andere Gegenden unserer Heimat angetreten.

Rostbrätl und Rostbratwürste sind natürlich am aromatischsten, wenn sie auf dem Rost gebraten werden, doch sie entwickeln Duft und Geschmack nicht nur über der Holzkohlenglut, sondern auch in der Pfanne. Damit die Würste schön knusprig werden, muss man sie ab und zu wenden und mit kaltem Wasser bespritzen. Sie schmecken gut zu Sauerkraut oder Rotkohl – der Thüringer isst sie am liebsten mit Senf und Brötchen.

Der Thüringer Heimatdichter Anton Sommer wusste zu „de Bratworscht offn Rost“ folgendes zu sagen:
„Un nach’ de Bratworsch offn Rost, De Mensch kann se hier nech entbehre, Un wan se a etze acht Kreitzer kost, Se muß doch gegassen ware; Un wammer ersch’s hier känne Worscht merre sieht, Da es a gewöß, dass de Worscht ongergieht.“

Die Thüringer Rostbratwurst bestellt man am besten beim Fleischer oder beim Hausschlächter, die sie beide nach altüberlieferten Rezepten zubereiten, wobei es in den verschiedenen Gegenden kleine Abweichungen vom Grundrezept gibt.

DAS GRUNDREZEPT:

2/3 Schweinefleisch (Schulter oder Keule) mit etwas Fett 1/3 Kalbfleisch (ebenfalls Schulter oder Keule) mit etwas Salz durch den Fleischwolf (mittlere Scheibengröße) drehen, Fleischmasse mit Salz, reichlich weißem Pfeffer, etwas Muskatblüte und Kümmel kräftig würzen, nochmals durch den Fleischwolf drehen, in saubere Schweinedärme füllen und davon Würstchen (etwa 100 g) oder Würste (150 – 200 g) abseilen.

Die Masse soll im Darm lose gestopft sein, damit sie nicht platzt, und an beiden Enden muss ein Stück Darm ca. 1 cm überstehen.


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